Montag, 13. Juli 2009

Mal wieder etwas Bayerisches erlebt

Nun komme ich endlich dazu, einmal kurz über meinen Familienurlaub zu schreiben. Einmal im Jahr fahre ich mit beiden erwachsenen Jungs Andreas und Mario für eine Woche in den Urlaub. Dieses Jahr führte uns der Weg ins Bayerische, diesmal nach Grainet im Dreiländereck (D – TCH – A) im Bayerischen Wald. Am Samstag vor einer Woche (27.06.09) machten wir ab auf die Autobahn. Unterwegs stieß mein Ältester, Mario, an der Ausfahrt Aicha vorm Walde zu mir und meinen Jüngsten, Andreas. Von hier aus war es nicht mehr weit bis Grainet, einem kleinen, beschaulichen Örtchen am Waldrand. In unserem Quartier „Zum goldenen Steig“ wurden wir von den Besitzern herzlich begrüßt und zum Kaffee trinken mit selbst gebackenem Kuchen eingeladen. Nach der Beschlagnahme der Zimmer sammelten wir erste Eindrücke von der Umgebung bei einer Besichtigungstour, die unser Hausherr und gleichzeitig Vorsitzender des Tourismusvereins durchführte.
Am zweiten Tag fuhren wir nach Prachatice, der tschechischen Partnerstadt von Grainet, Die Fahrt fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser, denn seit Tagen regnete es im Böhmerwald ziemlich stark, so dass die Wassermassen sich ihren eigenen Weg suchten und die Stadt unter Wasser setzten. So mussten wir die Route zum Moldaustausee ändern und fuhren ein kurzes Stück zurück, um über Volary nach Lipno zu fahren. Hier angekommen, hat es zwar aufgehört mit regnen, aber so erquicklich war es trotzdem nicht. Also machten wir anstatt einer Bootsfahrt einen kleinen Spaziergang und setzten dann die Fahrt zur Kerzenwelt im österreichischen Aigen/Schlägl fort. Die Vielzahl der gestalteten Kerzen ist immer wieder beeindruckend. Auch diesmal konnte ich nicht widerstehen und einige wechselten den Besitzer.
Am nächsten Tag musste nicht nur der Hausherr in die Klinik einliefert werden, auch Andreas hat es ganz schön erwischt, so dass er erst einmal zum Arzt musste. Nach der medikamentösen Einnahme führte uns der Weg in die nahe gelegene Stadt Waldkirchen. Nach ein bissel Shoppen und Besichtigungstour stand dann Minigolf auf dem Programm. Am letzten Loch versemmelte ich den Familiensieg, so dass ich ihn mir punktgleich mit Mario teilen musste. Nach einem Plausch mit dem Besitzer der Anlage machten wir uns auf den Weg in den Kletterpark. Es blieb bei der Besichtigung, da krankheitsbedingt die Jungs auf den Parcour verzichteten, von dem es sechs Schwierigkeitsstrecken gab. Vom Anschauen konnte einem da schon schlecht werden.
Auch am vierten Tag kitzelte uns die Sonne aus den Federn und versprach wie immer herrliches Urlaubswetter. Auf dem Programm stand an diesem Tag ein Museumsbesuch der besonderen Art, denn hier waren unsere Sinne gefragt. Um was sich handelt? In der Villa Sinnenreich in Rohrbach (A) konnten wir Wahrnehmungsphänomenen durch künstlerisch gestaltete Objekte auf die Spur kommen. Es gab viel zu bestaunen und zu erleben, so dass wirklich alle Sinne angesprochen wurden. Ist schon beeindruckend, wie unsere Sinne in die Irre geführt werden. Selbst die Eintrittskarte war essbar und gab es in den verschiedensten Geschmacksrichtungen. Nach dem Museumsbesuch wollten wir eigentlich noch eine Stadtbesichtigung machen, aber das Wetter machte einen Strich durch die Rechnung. Denn pünktlich um 13:00 Uhr begann wie jeden Tag für ca. 30 – 45 Minuten ein starker Regen. Was für unser nächstes Ziel gar nicht gut war, denn als nächstes wollten wir nach Kopfing. Unterwegs besserte sich dann wie gewohnt wieder das Wetter und wir konnten fast im Trockenen den längsten Baumkronenpfad Österreichs hinter uns lassen. Ist schon ein Erlebnis, so hoch über den Boden zu laufen und die Landschaft zu genießen. Der höchste Punkt war bei 22 m. Meine Jungs absolvierten hoch über dem Boden die zwei Gleichgewichtsstationen. Im Ergebnis dessen war die Großspurigkeit im Kletterpark vorbei und sie würden nie und nimmer in einem Kletterpark wie vorher arrogant behauptet gleich mit dem mittleren Parcour beginnen. Für mich war das überhaupt nichts, da lief ich lieber auf dem sicheren Höhenweg. Wer Abenteuerurlaub erleben möchte, kann auf dem Gelände in einem Baumhotel 10 m über dem Boden einziehen. Es gibt Ferienwohnungen für 2 bis 8 Personen mit allem Komfort wie WC, Kochnische, TV, Dusche, Schlafraum, Balkon und Heizung. Auch für Schulklassen gibt es Baumhäuser mit Stockbetten für je 17 Personen.
Der fünfte Tag führte uns in den Naturpark des Bayerischen Waldes. Hier nahmen wir den vierstündigen Rundgang des Tier-Freigeländes in Neu-Schönau in Angriff. Leider haben sich viele Tiere um die Mittagsstunden wohl ein schattigeres Plätzchen gesucht, denn sie entzogen sich unseren Blicken. Mitten in der Tour erwischte uns ein starkes Gewitter. Zum Glück war ein Unterschlupf nicht weit weg. Nach der Tour und einer leiblichen Stärkung machten wir noch einen Abstecher zur Sommerrodelbahn in Grafenau.
Für den nächsten Tag stand eigentlich etwas anderes auf dem Programm, aber zum Frühstück erhielten wir von den Hausherrn Eintrittskarten für den Bayernpark geschenkt. Also machten wir uns dann auf den Weg nach Reisbach. Der Park ist für Familien mit Kindern besonders zu empfehlen, aber auch Erwachsene finden für sich auch etwas. Unsere Highlights waren die Wildwasserbahn und Wildwasser-Rafting. Selbstverständlich wurden noch weitere Attraktionen wie Reifenrutsche, Achterbahn und Sommerrodelbahn „mitgenommen“.
Am Freitag war Passau unser Ziel. Als erstes natürlich ein Rundgang in der Altstadt mit Besichtigung des Doms, die wir leider schnell beenden mussten, weil kurzzeitig der Dom bis zum Beginn des Orgelspiels gesperrt wurde. Leider konnten wir das Orgelspiel später nicht anhören, da für 13:00 Uhr die Erlebnisfahrt auf dem Kristallschiff anstand. Es blieb davor nur noch Zeit fürs Mittagessen. Dann ging es endlich aufs Schiff. Es war ein Augenschmaus, überall glitzerten die Swarowskis um die Wette – der Name des Schiffes war total gerechtfertigt. Für Kurzfahrten ein ganz schöner Luxus, selbst die Toiletten waren Luxus pur. Die zweistündige Fahrt ging von Passau nach Kasten und zurück – sie war ihr Geld wert. Beeindruckend fand ich auch noch die am Kai angelegten Donaukreuzfahrtschiffe. Zum Schluss fuhren wir noch zur Oberburg. Eine Besichtigung war leider nicht mehr möglich. So nutzten wir wenigstens die Chance, uns Passau von oben anzuschauen. Leider ging die Woche viel zu schnell rum, und so vieles wollte eigentlich noch entdeckt werden. Für jemanden, der Ruhe sucht und Lust zum Wandern oder Walking hat, für den ist Grainet und Umgebung bestens geeignet, auch herrliche Ausflugsziele sind nicht allzu entfernt, nur sollte man lieber mit Auto anreisen.


Sonntag, 21. Juni 2009

Keine Angst vor wilden Tieren

Bei der Kartentauschaktion im BuP-Forum ging es in diesem Monat um "Exotische Tiere". Klar, dass ich wieder mit von der Partie war. Viele Ideen schwirrten mir da im Kopf rum, von Steppenlandschaft mit wilden Tieren, dann Papageien usw. Nachdem ich aber dann die vorhandenen 3D-Bögen durchschaute, konnte ich nicht anders. Ich hatte mir vor Jahren in Holland einen 50x70 Bogen mit trolligen Löwen gekauft, mal schlafend, spielend und flirtend. Es sind zwar keine 3D-Motive, aber da die mehrmals abgelichtet sind, konnte man sich die dann selbst in 3D gestalten. Damit meine Tauschpartnerin sich nicht fürchten muss, habe ich mich für eins dieser Motive entschieden. Und so sieht das Ergebnis aus:

Sonntag, 14. Juni 2009

Ab in den Ruhestand

Nee, ich nicht - muss da noch ein paar Jahre wuseln. Aber ein Kollege geht diese Woche in den wohlverdienten Ruhestand. Anstatt ein sonst üblichen A5-Karte habe ich diesmal eine mit den Bookatrix gestaltet. Und so sieht sie aus:
Leider kommen die Farben nicht so gut über das Bild raus. Verwendet habe ich grünen Spiegelkarton, rotbraunen Leinenkarton (eine alte Bewerbungsmappe wurde zweckentfremdet) und cremefarbene Satinkarton.
Dazu habe ich eine Schachtel mit dem Illusion-Board gefertigt. Das Unterteil ist brauner Satinkarton und der Deckel aus lindgrünen Satinkarton - hier auf dem Bild sieht es eher blau aus.

Sonntag, 24. Mai 2009

Nicht außer Rand und Band

Als im BuP-Forum das Thema "Bänder" für den Kartentausch veröffentlicht wurde, konnte ich nicht anders und musste unbedingt mitmachen. Als Jäger und Sammler von Bändern kam mir das entgegen. Aber dann kam alles ganz anders, wenig Band habe ich verwendet und dafür wieder neues gekauft. Konnte nicht widerstehen, denn bei der Eröffnung des ersten XENOS-Ladens bei uns gab diverse Ribbons. Kurz davor gab es bei NanuNana welche.
Aber zurück zum Tausch. Da hab ich soviele Bänder, aber dann fehlte mir doch dieser Orangeton bei den Bändern, zumindest in den schmalen Breiten. Deshalb habe ich umdisponiert und neben den Stoffbordüren nur ein grünes Band eingesetzt. Und hier ist das Ergebnis:

Donnerstag, 21. Mai 2009

Blütenpracht auf kleinstem Raum

In Ermangelung eines Gartens bleibt mir nur der Minibalkon als Erholungsoase. In diesem Jahr habe ich entgegen meiner bisherigen Gewohnheiten (Bepflanzung erst nach den Eisheiligen) bereits Mitte April die Balkonkästen bepflanzt.
In diesem Kasten sind die Farben blau-lila-weiß vertreten, z. B. blaue Schneeflockenblume, fliederfarbene Geranien, lila Verbene, Hängepflanze mit weißen Blüten (Namen habe ich vergessen):
Daneben ist eine kleine Pflanzschale mit verschiedenfarbigen Hornveilchen:
Und links auf der Balkonbrüstung ist ein Kasten in weiß-rot mit Geranien, rot-orangenen Verbenen, weiße Schneeflockenblume, eine Blatthängepflanze mit grün-weißen Blättern und als Hingucker eine Geranie mit buntem Blattwerk:
Als Deko auf dem kleinen Tisch stand wieder eine Bauerorchidee, diesmal in magenta-weiß. Es war eine Augenweide. Ja, richtig gelesen, war. Mit dieser Pflanze stehe ich immer auf Kriegsfuß. Diesmal hat mir der Sturm und Regen die Pflanze nach nur 5 Wochen ruiniert - alle Stiele sind abgeknickt.
Gerade jetzt in der herrlichen Jahreszeit geniesse ich mein kleines Reich, zumindest geht es momentan noch. Im Sommer ist das erst spät abends möglich, da bei Hitze der Balkon - volle Südwestseite - so aufgeheizt ist, dass man es da nicht aushält.

Dienstag, 5. Mai 2009

Besuch beim Drachen

Nee, nicht was ihr denkt. Das verlängerte Wochenende war willkommener Anlass, mal etwas mit meinen beiden erwachsenen Jungs zu unternehmen. Auf der Suche nach Infos zur Drachenschlucht bei Eisenach stieß ich im Internet auf eine Drachenhöhle in fast Nähe (ca. 80 km entfernt). Um die Entdeckung handelt es sich um die Drachenhöhle in Syrau im sächsischen Voigtland. Bei dem herrlichen Maiwetter also ab auf die Autobahn und hin. Diese Höhle wurde durch Zufall 1928 entdeckt und als Ausflugsobjekt innerhalb eines halben Jahres ausgebaut. Es ist eine kleine, beschauliche Höhle, die nur 16 m unter der Erde ist. Es heißt aber ständig treppauf und -ab. Naja, sooooo viele waren es auch wieder nicht, denn auf 350 m begehbarem Höhlenweg hatten nur 330 Stufen Platz.Tropfsteinhöhlen sind immer beeindruckend. Schon faszinierend was Mutter Natur in Form von Stalaktiten, Stalagmiten und Stalagnaten zum Vorschein bringt. Wenn man bedenkt, wieviel tausende Jahre so ein Tropfstein zum Wachsen benötigt, verliert man jegliches Zeitgefühl. Am Ende des Rundganges gab es noch eine Lasershow. Nach dem Besuch boten sich genug Möglichkeiten, noch in der Umgebung zu wandern. Danach machten wir noch einen kleinen Ausflug nach Tanna. Meine Jungs wollten unbedingt noch einmal zu den Teichen und der Bungalowsiedlung, wo sie mit ihrer Oma in der Kindheit Urlaub machten. Wir hatten dann alles schnell gefunden und viele Kindheitserinnerungen wurden wieder aufgefrischt.

Ein paar kleine Basteleien vom April

Auch im Monat April 2009 passierte basteltechnisch nicht viel. Bis auf ein paar Kleinigkeiten kam aus zeitlichen Gründen nichts zustande.

Für eine ehemalige Kollegin, die absolut auf Magnolien steht, hab ich diese Karte gestaltet. Leider bietet diese Kartenform kaum Gestaltungsmöglichkeiten, so dass dies hier heraus kam:


Darüber hinaus nahm ich wieder einmal an dem Kartentausch im BuP-Forum teil. Als Thema stand "Osterglocken" an. Da ich einen PB-Stempel dazu habe, wollte ich unbedingt wieder mitmachen, denn der Stempel gehört zu meinen Lieblingen. Letztendlich ist diese Karte auf Reisen gegangen:


Für eine Arbeitskollegin brauchte ich auch noch eine Kleinigkeit zum Geburtstag. Was tun? Da fielen mir die Creapop-Manschetten ein und die verschiedenen Vliese ein. Da fiel die Entscheidung nicht schwer, denn das Schmetterlingsvlies passt doch bestens zum Frühling. Als Kontrast habe ich noch unifarbenes Vlies verwendet. Leider kommen die Farben nicht so gut rüber. Neben ein paar süßen Sünden wechselte dann dieses Windlicht seine Besitzerin:

Im BuP-Forum gibt es eine Tradition, und zwar Wichteln. Natürlich verbindet man mit diesem Wort Weihnachten, aber das wäre langweilig. Also gibt es neben Weihnachts- auch Osternwichteln. Selbstverständlich läuft sowas nicht ohne mich ab, egal, was der Zeitfaktor meckert. An mein Wichtel"kind" gingen ein Windlicht mit Naturbast umwickelt, eine Schachtel mit süßen Osterglocken und ein Frühlingsgesteck mit Windlicht auf die Reise. Hier ist ein Foto davon:

Und zum Schluss ist diese Vase am Monatsanfang entstanden. Ich hatte noch ein paar Metallicfarben da und eine Glasvase. Nach mehrmaligen Farbauftrag klebte ich noch ein paar Zierornamente drauf und dies ist das Endprodukt: